Kulturmetropole Düsseldorf

Düsseldorf verfügt über ein bedeutendes kulturelles Erbe. Namen wie Heinrich Heine und Robert Schumann sind mit unserer Stadt fest verknüpft. Auch in der Gegenwartskunst stehen viele große Namen für unsere Stadt. Joseph Beuys, Gustav Gründgens, Jörg Immendorff, Andreas Gursky, Kraftwerk um nur einige zu nennen. Düsseldorf hat zu Recht den Ruf einer Kultur- und Kunstmetropole. Die Düsseldorfer Kulturinstitute, die Kunsthochschule, die vielen Künstlerinnen und Künstler, die hier leben und arbeiten – sie alle tragen dazu bei. Ebenso wie die alternative Szene mit ihren Projekten und Einrichtungen, etwa das Tanzhaus und das zakk.

Dieses qualitative hohe Niveau droht gegenwärtig verspielt zu werden, zum einen durch eine zunehmend einseitige Schwerpunktsetzung auf publicity-trächtige „Glamour-Events“ und zum andern durch eine städtische Kulturpolitik, die Kunst und Kultur in erster Linie als Kostenpositionen sieht.

Natürlich kann es gerade in Zeiten knapper Kassen auch bei der Kultur keine heiligen Kühe geben. Kundenorientierung und Wirtschaftlichkeit dürfen auch für die kulturellen Einrichtungen in Düsseldorf keine Fremdwörter sein. Aber Kultur hat noch andere Dimensionen, die sich nicht allein mit einem kaufmännischen Kosten-Nutzen-Kalkül erfassen lassen. Gerade weil Kunst bisweilen provoziert, Konventionen bricht und auch mal das Ungewöhnliche wagt, trägt sie ganz wesentlich zur Identität, zur urbanen Vielfalt und zum Lebensgefühl Düsseldorfs bei.

Ich stehe für eine Kulturpolitik, die der Kunst die Freiräume schafft und erhält, die sie braucht, auch und gerade bei der Stadtplanung und -entwicklung. Ich stehe für eine Willkommenskultur für Kreativität und Innovation. Und ich stehe für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Hoch-, Alltags- und Subkultur.