Das Positionspapier zum Thema Wohnen können Sie direkt hier herunterladen: TG_Positionspapier_Wohnen

Bezahlbarer Wohnraum und ausgewogene Stadtteilentwicklung

In der modernen Informationsgesellschaft werden die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Berufs- und Privatleben immer fließender. Deshalb wollen immer mehr Menschen in modernen Metropolen wie Düsseldorf leben. Hier kann man auf engem Raum wohnen, arbeiten und leben.

IMG_9097Dieses Entwicklung erzeugt einen erheblichen Druck auf den Wohnungsmarkt, gerade in den begehrten Innenstadtbezirken. Hier steigen die Kauf- und Mietpreise für Immobilien. Neue Wohnungen entstehen gegenwärtig fast ausschließlich im oberen Preissegment. Dies führt zu einer schrittweisen Verdrängung der angestammten Bevölkerung. Damit droht die gesunde soziale Durchmischung und die kulturelle Eigenart der betroffenen Stadtteile verloren zu gehen.

Gleichzeitig werden die Stadtteile, die für Investoren weniger interessant sind, insbesondere im Süden und Osten Düsseldorfs immer mehr „abgehängt“. Das gefährdet auf Dauer den sozialen Zusammenhalt in der Stadt.

Hier werde ich gegensteuern.

In den begehrten Innenstadtbezirken müssen Investoren bei allen Bauprojekten verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil öffentlich geförderter Sozialwohnungen zu bauen. Hierdurch werden die soziale Durchmischung, und damit letztendlich auch die urbane Attraktivität dieser Stadteile gesichert.

Besonders in den Stadtteilen, die in den letzten 14 Jahren vernachlässigt wurden, muss nicht nur in neuen Wohnraum, sondern auch in die Verbesserung des Wohnumfeldes und die örtliche Infrastruktur investiert werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die städtische Wohnungsbaugesellschaft, die mit ausreichenden Mitteln ausstattet werden muss, um wieder selbst preisgünstige Wohnungen bauen zu können. Diese Investitionen sind nicht nur für eine ausgewogene Stadtentwicklung erforderlich; sie rechnen sich auch, da so kommunales Vermögen aufgebaut wird.

Als Oberbürgermeister von Düsseldorf werde ich dafür sorgen, dass die soziale Vielfalt in allen Stadtteilen erhalten bleibt und das Gleichgewicht zwischen Innenstadt und Stadtteilen wieder hergestellt wird.